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Aspekte für die temporäre Seitenstreifennutzung auf Autobahnen

Aspekte für die temporäre Seitenstreifennutzung auf Autobahnen
Ansprechpartner:

Dr.-Ing. Matthias Zimmermann
Corinna Auer, M.Sc.

Projektgruppe:

Abteilung Straßenentwurf und -betrieb

Förderung:

BAST-Forschungsnr.: 02.0367

Aspekte für die temporäre Seitenstreifennutzung auf Autobahnen

Ausgangssituation und Zielsetzung

Temporäre Seitenstreifenfreigaben (TSF) haben sich auf rund 210 Streckenkilometern etabliert, um auf regelmäßig überlasteten Autobahnen kurzfristig die Kapazität zu erhöhen (BAST, 2017).

Auf Basis von 23 repräsentativen Strecken-abschnitten mit TSF in Deutschland werden im Rahmen dieses FE-Vorhabens Erfahrungen mit TSF-Anlagen systematisch zusammengestellt und validiert. Somit können Empfehlungen für Planung, Entwurf und Betrieb auf  Autobahnen abgeleitet werden, um den zukünftigen Einsatz nach einheitlichen Standards sicher, leistungsfähig und wirtschaftlich zu gestalten.

 

Untersuchungsmethode

Die Untersuchung beinhaltet Aspekte des Straßenentwurfs, Betriebsdienst/Streckenkontrolle/Erhaltungs-managements, der Verkehrssicherheit und des Verkehrsablaufs.

Insbesondere im Fokus steht dabei die Ermittlung belastbarer Kenngrößen der Verkehrssicherheit und des Verkehrsablaufs in Bezug zu konkreten Schaltzuständen. Hierfür werden die Unfalldaten mit den zeitlich exakt zugeordneten Daten aus der TSF und Streckenbeeinflussungsanlage (SBA) verknüpft und makroskopisch wie auch mikroskopisch ausgewertet. Ferner werden Besonderheiten der Lokalitäten des Unfallgeschehens analysiert.

Um Aussagen zur Wirkungsweise der Anlagen unter verschiedenen Randbedingungen zu treffen, werden q-v-Diagramme mit Verkehrsdaten ausgewertet. Außerdem wird der mikroskopische Verkehrsfluss an jeweils 3 verschiedenen typischen Ein- und Ausfahrttypen simuliert.

Praxiserfahrungen, Chancen und Risiken, die sich für den Betriebsdienst aus der Seitenstreifen-umnutzung ergeben, werden mit Fragebögen erhoben und anschließend in den Autobahnmeistereien diskutiert. Der Erhebungsschwerpunkt liegt bei  Folgen, die sich aus der langen Freigabezeit und aus der verkehrsabhängigen Freigabe ergeben und bei Veränderungen im betrieblichen Aufwand.

Für künftige Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sind aus den verschiedenen Aspekten dieser Untersuchung Komponenten abzuleiten, die die erzielbaren Effekte durch die Kapazitäts-erweiterung abbilden wie auch weitere Auswirkungen z.B. auf die Verkehrssicherheit monetarisierbar machen.

 

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