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Entwicklung eines Verfahrens zur Kontrolle und Bewertung der räumlichen Linienführung von Außerortsstraßen auf Grundlage quantitativer Parameter

Entwicklung eines Verfahrens zur Kontrolle und Bewertung der räumlichen Linienführung von Außerortsstraßen auf Grundlage quantitativer Parameter
Ansprechpartner:

Dr.-Ing. Matthias Zimmermann 
Dipl.-Ing. Wolf-H. v. Loeben

Projektgruppe:Abteilung Straßenentwurf und -betrieb

Dieses Forschungsprojekt wird gemeinsam mit dem Lehrstuhl Gestaltung von Straßenverkehrsanlagen der Technischen Universität Dresden durchgeführt.

Ansprechpartner der TU Dresden:    
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Christian Lippold
Dipl.-Ing. Matthias Dietze

Veröffentlichung: Zimmermann, M., v. Loeben, W.-H., Roos, R., Dietze, M., Lippold, C.: Kontrolle und Bewertung der räumlichen Linienführung von Außerortsstraßen auf der Grundlage quantitativer Parameter, Forschung Straßenbau und Straßenverkehrstechnik H. 960, 2007

 

Ausgangssituation

Die Grundsätze zur räumlichen Linienführung beschränken sich im Richtlinienwerk und der Literatur weitgehend auf qualitative Aussagen; Ansätze zur quantifizierten Beurteilung behandeln bislang lediglich Teilaspekte. Darüber hinaus fehlt ein handhabbares Instrumentarium zur Darstellung der räumlichen Linienführung, womit wesentliche Aspekte objektiv bewertbar wären - unabhängig von rein subjektiv beurteilbaren Perspektivbildern.

 

Untersuchungsziel
Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es, quantitative Kriterien für die Bewertung der räumlichen Linienführung von Landstraßen zu ermitteln. Die Eignung der Kriterien sowie zugeordneter Grenz- und Schwellenwerte soll durch Untersuchungen zum Fahrverhalten und zum Unfallgeschehen abgesichert werden. Eng verbunden ist damit die Frage, welche Verhaltensweisen mit positiven und negativen Erscheinungen der räumlichen Linienführung verknüpft sind. Als Ergebnis soll sich daher auch zeigen, ob eine übersichtliche Trassierung mit frühzeitiger Erkennbarkeit des Trassenverlaufes tatsächlich eine Verbesserung der Verkehrssicherheit bewirkt. Umgekehrt ist zu prüfen, in welchem Maße das vom Entwurfsingenieur als optischer Mangel bewertete Fahrbahnband nachweislich zu einem unangepassten oder gefährlichem Fahrverhalten führt.

 

Durchführung von Messfahrten
Zweifellos ist für den weitaus größten Teil von Trassierungen das Fahrverhalten hauptsächlich von der Lageplantrassierung abhängig. Daher muss das Hauptaugenmerk bei der Wirkungsanalyse bestimmter Phänomene räumlicher Linienführung darauf liegen, Fahrverhaltensmuster zu ermitteln, die sich bei gleicher Lageplantrassierung von den unter diesen Umständen zu erwartenden unterscheidet. Auch dieser Schritt führt lediglich zu notwendigen, allerdings noch nicht hinreichenden Erkenntnissen darüber, dass vermutlich weitere Informationen aus dem Fahrerumfeld zu diesem Fahrverhalten führen. Ob dies tatsächlich Einflüsse aus der räumlichen Linienführung sind oder vielmehr Beschränkungen in der Sichtweite, mangelnde Orientierung oder Umstände, die sich aus Fahrbahnbeschaffenheit oder Beschilderungen ergeben, muss in weiteren Schritten vor allem qualitativ untersucht werden.

Vergleich zwischen der radienabhängigen V85 (R) und der gefahrenen V85 (ist)